- Inhaltsverzeichnis
- Wie kann man einen Sonnenschutz für Dachfenster selbst machen
- Sonnenschutz fürs Dachfenster - selbstgemachte Lösungen
- Der Klassiker: Rollo und Rollladen
- Plissee, Jalousie oder Markise – wie flexibel soll Ihr selbstgemachter Sonnenschutz für Dachfenster sein?
- Welcher Sonnenschutz ist der beste fürs Dachfenster?
- So gestalten Sie Ihren selbstgemachten Sonnenschutz für Dachfenster
Sonnenschutz für Dachfenster selbstgemacht – so schützen Sie Ihr Zuhause vor Hitze
Ein effektiver Sonnenschutz für Dachfenster, selbstgemacht und passgenau umgesetzt, kann die Raumtemperatur im Dachgeschoss um mehrere Grad senken. Vorausgesetzt, die Lösung passt zur Einbausituation. Ob Mieter ohne bauliche Eingriffe, Eigentümer mit langfristigem Anspruch oder Fachbetrieb mit Fokus auf Effizienz: Entscheidend sind Material, Montageart und Positionierung. Erfahren Sie, welche Maßnahmen wirklich wirken und wie Sie diese gezielt umsetzen!
Wie kann man einen Sonnenschutz für Dachfenster selbst machen?
Einen effektiven Sonnenschutz Dachfenster selbstgemacht umzusetzen, ist mit unterschiedlichen Ansätzen möglich – von einfachen Folienlösungen bis hin zu innen- oder außenliegenden Systemen. Entscheidend ist jedoch, die jeweiligen Gegebenheiten des Dachfensters und die Intensität der Sonneneinstrahlung von Anfang an zu berücksichtigen.
Dachgeschosse gelten nicht ohne Grund als besonders anfällig für Hitzeentwicklung. Das liegt zum einen an den großen, angewinkelten Flächen, welche den perfekten Einstrahlwinkel für die Sonne bilden. Zudem zieht warme Luft immer nach oben. So entsteht schnell ein Wärmestau, der die Räume spürbar aufheizt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die das Ganze im Sommer ein wenig erträglicher machen können. Um den Hitzestau zu vermeiden, braucht es vor allem eine gute Isolierung am Dach und an den Wänden. Wie diese genau aussieht, haben wir in unserem Beitrag zum Haus-Dämmen betrachtet. Das Problem? Als Mieter können Sie hier nicht einfach selbst Hand anlegen. Und selbst als Eigentümer handelt es sich beim Nachrüsten um eine aufwendige und kostenintensive Sache.

Sie können bereits mit wenigen Handgriffen an Ihrem Dachfenster einen passenden Sonnenschutz anbringen und das auch als Mieter ohne bauliche Eingriffe. Welche Lösungen sich dafür eignen und wie Sie diese gezielt umsetzen, zeigen wir Ihnen im weiteren Verlauf.
Sonnenschutz für Dachfenster - selbstgemachte Lösungen
Eine Sonnenschutzfolie für Dachfenster ist eine der einfachsten Möglichkeiten. Sie ist kostengünstig, flexibel einsetzbar und lässt sich auf nahezu jedem Fenster anbringen. Gleichzeitig reduziert sie die Blendung, schützt vor Einblicken und kann, je nach Grad der Verspiegelung, die Raumtemperatur um bis zu 12 °C senken.

Bei Dachfenstern dürfen verspiegelte Sonnenschutzfolien aufgrund der extrem zur Sonne geneigten Einbaulage nur von außen angebracht werden! Bei einer Innenmontage besteht ein erhöhtes Risiko vor Glasbruch, weshalb diese Montageseite nicht zu empfehlen ist. Zudem blockieren außen montierte Hitzeschutzfolien die Sonneneinstrahlung bereits vor der Scheibe, wodurch sie circa 4 % wirkungsvoller sind als vergleichbare Folien für die Innenmontage.
Nachdem es bei der Montageseite nur eine Möglichkeit für verspiegelte Folien gibt, sollten Sie sich entscheiden, welcher Tönungsgrad sowie welche Funktionsart am besten zu Ihren Räumlichkeiten passen:
- Verspiegelt: reflektieren die Sonnenstrahlen, bieten Sichtschutz, UV-Schutz und Abdunklung des Raums (abhängig vom Tönungsgrad)
- Reiner UV-Schutz: hält UV-A- und UV-B-Strahlen fern, schützt dadurch vor dem Ausbleichen von Farben
Der Klassiker: Rollo und Rollladen
Rollos und Rollläden gehören zu den vielseitigsten Lösungen, wenn es um einen selbstgemachten Sonnenschutz für Dachfenster geht. Sie sind sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich erhältlich, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Wirkung und im Montageaufwand.
Außenliegende Rollläden gelten als gute Möglichkeit zur Beschattung. Allerdings sind sie meist mit baulichen Eingriffen verbunden, da die Befestigung am Außenrahmen erfolgt. Für Mieter ist diese Variante daher in der Regel nicht umsetzbar.
Für eine langlebige und stabile Lösung sollten Sie mit Investitionen im Bereich von mehreren hundert Euro rechnen. Im Vergleich dazu ist eine Sonnenschutzfolie mit circa 44 € / m² deutlich günstiger. Dafür bieten Rollläden einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich flexibel steuern und ermöglichen eine nahezu vollständige Verdunkelung, was besonders für Schlafräume oder Schichtarbeit relevant ist. Zudem können Varianten aus Metall oder Hartplastik einen zusätzlichen Einbruchschutz bieten.

Innenliegende Rollos sind deutlich einfacher zu montieren und auch für Laien problemlos umsetzbar. Sie stellen daher eine typische Lösung für einen selbstgemachten Sonnenschutz für Dachfenster dar. Preislich liegen sie unter außenliegenden Systemen und bieten ebenfalls flexible Einstellmöglichkeiten. Allerdings ist ihre Wirkung auf die Temperatur begrenzt: Die Sonneneinstrahlung gelangt zunächst durch das Glas in den Raum und wird erst anschließend reduziert. Dadurch kann sich die Wärme zwischen Fenster und Rollo stauen, bis sie letztendlich doch in den dahinterliegenden Raum entweicht, was die Kühlwirkung deutlich einschränkt.
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Plissee, Jalousie oder Markise – wie flexibel soll Ihr selbstgemachter Sonnenschutz für Dachfenster sein?
Plissees, Jalousien und Markisen zählen zu den flexibelsten Varianten, wenn es um einen selbstgemachten Sonnenschutz für Dachfenster geht. Sie ermöglichen eine gezielte Steuerung von Licht, Blendung und teilweise auch der Wärmeeinstrahlung – unterscheiden sich jedoch deutlich in Aufbau und Einsatzbereich.
Allerdings sollten Sie im Innenbereich unbedingt nur durchsichtige Varianten verwenden. Während die verspiegelten Optionen zwar effektiver sind, würden sie auch das Glas ungemein aufheizen, wenn sie die Wärme dahinein reflektieren. Besonders aufgrund des Winkels, in dem Dachfenster montiert sind, kann das gefährlich werden und einen Glasbruch zur Folge haben.

Jalousien bestehen aus einzelnen, verstellbaren Lamellen, die sich je nach Bedarf neigen oder vollständig hochziehen lassen. Dadurch lässt sich der Lichteinfall sehr präzise regulieren. Diese hohe Flexibilität macht sie besonders interessant für Arbeits- oder Wohnräume, in denen Blendung gezielt reduziert werden soll.
Plissees hingegen bestehen aus gefaltetem Stoff und lassen sich variabel im Fenster positionieren – sowohl von oben nach unten als auch umgekehrt. Dadurch können Sie gezielt nur die Bereiche abdunkeln, in denen direkte Sonneneinstrahlung auftritt. Diese Eigenschaft macht sie besonders praktisch im Alltag.
Beide Varianten werden innen montiert und sind einfach anzubringen, auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse. Preislich liegen sie meist im Bereich klassischer Innenrollos. Allerdings gilt auch hier: Die Hitze gelangt zunächst durch die Scheibe in den Raum, wodurch die Wirkung auf die Temperatur begrenzt bleibt.
Sie kennen Markisen wahrscheinlich vor allem von Balkonen und Terrassen. Als selbstgemachter Sonnenschutz für Dachfenster funktioniert sie allerdings ein wenig anders. Hier wird sie in der Regel am oberen Rand des Rahmens und am unteren Ende der Scheibe montiert. Ist das Fenster geschlossen, haben Sie dadurch eine ähnliche Wirkung wie beim Außenrollo. Die Besonderheit der Markise ist jedoch, dass sie auch im geöffneten Zustand des Fensters weiterhin Schutz bietet. So können Sie einen angenehmen Luftzug genießen und werden dennoch nicht von der Sonne geblendet.
Welcher Sonnenschutz ist der beste fürs Dachfenster?
Es gibt viele verschiedene Systeme, die Sie als selbstgemachten Sonnenschutz am Dachfenster einsetzen können. Haben Sie unterdessen allerdings den Überblick verloren? Gar kein Problem, denn wir haben die unterschiedlichen Arten, ihre Vor- und Nachteile hier einmal übersichtlich für Sie zusammengefasst:

Es gibt viele verschiedene Systeme, die Sie als selbstgemachten Sonnenschutz am Dachfenster einsetzen können. Haben Sie unterdessen allerdings den Überblick verloren? Gar kein Problem, denn wir haben die unterschiedlichen Arten, ihre Vor- und Nachteile hier einmal übersichtlich für Sie zusammengefasst:
| Vorteile | Nachteile | |
|---|---|---|
| Folie |
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| Innenrollo |
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| Außenrollo |
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| Rollladen |
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| Jalousie |
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| Plissee |
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| Markise |
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Für einen effizienten Sonnenschutz sind vor allem Lösungen interessant, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen. Dazu zählen insbesondere Fensterfolien, Plissees oder Innenrollos. Sie bieten eine gute Kombination aus einfacher Montage und spürbarer Verbesserung des Raumklimas.
Außenliegende Systeme wie Rollläden oder Markisen sind deutlich effektiver, da sie die Sonneneinstrahlung frühzeitig stoppen. Allerdings sind sie häufig mit baulichen Eingriffen verbunden und daher nicht für jede Wohnsituation geeignet. Gerade für Mieter sind diese Varianten oft nur eingeschränkt umsetzbar.
Neben dem Hitzeschutz spielen auch praktische Faktoren eine Rolle. In Feuchträumen wie dem Badezimmer sollten Sie auf wasserabweisende Materialien achten. Stoffbasierte Lösungen wie Rollos oder Plissees sind hier weniger geeignet, während Folien oder Jalousien aus Kunststoff oder Metall klare Vorteile bieten.
So gestalten Sie Ihren selbstgemachten Sonnenschutz für Dachfenster
Ein effektiver Sonnenschutz muss nicht nur funktional sein, sondern kann auch optisch überzeugen. Gerade in Wohn- oder Kinderzimmern sind neben dem Hitzeschutz auch Design, Lichtwirkung und Raumgefühl ausschlaggebend. Farben, Muster oder individuell angepasste Lösungen lassen sich vor allem bei innenliegenden Varianten problemlos umsetzen.
Sonnenschutzfolien sind in unterschiedlichen Tönungsgraden erhältlich und lassen sich so gezielt an die Nutzung des Raumes anpassen. Auch Rollos oder Plissees bieten zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten – von dezenten Farben bis hin zu auffälligen Designs. Außenliegende Systeme sind hingegen meist funktional gehalten, können aber durch zusätzliche Fenstergestaltung ergänzt werden.

Brauchen Sie noch Inspiration? In unserem Beitrag über Fensterdekoration geben wir Tipps und liefern jede Menge Ideen!

Doch selbst der beste selbstgemachte Sonnenschutz für Dachfenster stößt an seine Grenzen, wenn äußere Bedingungen wie hohe Außentemperaturen oder eine unzureichende Dämmung hinzukommen. Umso wichtiger ist es, ergänzende Maßnahmen zu nutzen, um die Raumtemperatur effektiv zu regulieren.
Sie haben einen Sonnenschutz am Dachfenster montiert und dennoch erhitzt sich der Raum im Sommer? Wir wollen Ihnen abschließend einige Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie die Wärme reduzieren können:
- Lüften: Während die Fenster in den heißen Mittagsstunden geschlossen bleiben sollten, ist ein ausgiebiges Lüften morgens und nachts sinnvoll. So beseitigen Sie aufgestaute Luft und sorgen für Zirkulation.
- Feuchte Stoffe: Hängen Sie innen vor Ihre Fenster feuchte Handtücher, Bettlaken oder Ähnliches auf. Durch die Verdampfungsprozesse sinkt die Temperatur im Raum. Verstärkt wird der Effekt noch, indem Sie einen Ventilator vor den Stoff stellen.
- Klimaanlage: Ein effektives Klimagerät oder auch schon ein Ventilator können im Sommer für eine angenehme Kühle sorgen.










